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27.10.2019

Infraschall aus Windenergieanlagen – ein verkanntes Gesundheitsrisiko

Mit dem drastischen Ausbau von Windstrom sind Infraschall-Pulse aus diesen Anlagen zu einem in vielen Regionen Deutschlands verbreiteten Gesundheitsproblem geworden. Die Druckwellen entstehen im Frequenzbereich unter 8 Hz, haben mehrere Kilometer Reichweite und sind kaum dämmbar. Infraschall umfasst den Frequenzbereich unterhalb von 16 Hz. Diese Schwingungen liegen außerhalb des bewussten Hörbereichs, werden aber durch bestimmte Haarzellen in der Hörschnecke und im Gleichgewichtsorgan mit hoher Empfindlichkeit wahrgenommen. Die aus dem Empfang von Infraschall resultierenden Signale gelangen unbewusst in distinkte Gehirnregionen und aktivieren dort Zentren der autonomen und emotionalen Kontrolle. Damit sind die seit Jahren bekannten Symptome von Anwohnern von Windenergieanlagen weitgehend erklärbar: Ausgehend von hochgradigem Schlafmangel entsteht ein Stress-Syndrom, welches Angstzustände, Tinnitus, Hypertonie und erhöhte Infarktneigung einschließt. Weitere Körperorgane sind auf Grund ihrer Eigenfrequenz gefährdet, mit Infraschall in Resonanz zu geraten. Dies gilt vermutlich auch für den kontraktilen Apparat der Herzmuskelzellen. Ein Schutz vor Schädigungen durch den von Windenergieanlagen ausgehenden Infraschall ist nur durch einen ausreichenden Abstand möglich. Der ärztlich geforderte Mindestabstand in 10facher Anlagenhöhe lässt eine deutliche Absenkung der Stress-Symptomatik erwarten. Die gegenwärtige Energiepolitik verharmlost das Gesundheitsrisiko und erlaubt zu geringe, aus medizinischer Sicht nicht verantwortbare Mindestabstände von Windenergieanlagen zu Wohngebäuden. Die Weiterführung des Windenergie-Ausbaus erhält somit de facto Priorität vor den Erfordernissen des Gesundheitsschutzes. Angesichts der erwiesenen wirtschaftlichen und klimapolitischen Ineffizienz und des enormen Landschaftsverbrauchs ist die Einstellung des Windstrom-Ausbaus zu fordern, verbunden mit der Entwicklung alternativer Energie-Technologien mit geringerem Gesundheitsrisiko und höherer Effizienz. (weiter im Download PDF)

 Nat_Rundsch19_Roos.pdf


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